Am Wochenende fanden die alpinen Deutschen Mastersmeisterschaften in Hochfügen statt. Der DSV-Mastersbeauftragte Luis Eichner durfte sich über 419 Meldungen für die Disziplinen Super-G, Riesentorlauf und Torlauf freuen. Das Teilnehmerfeld war gespickt von ehemaligen Rennläufern sowie Hobbyläufern aus ganz Deutschland. Darunter befanden sich Dirk Breitinger und Bernd Weiler vom TSV Weilheim Teck. Eine Silbermedaille für Bernd Weiler war der Lohn für eine gute Leistung, Dirk Breitinger zog auf Grund der widrigen Bedingungen zurück.

Nebel und Schnee machten am Samstag eine Änderung des Programms notwendig. So musste der Super-G nach unten verlegt werden und in zwei Sprintrennen umgewandelt werden. Super-G und Bernd Weiler das hat noch nie gepasst, aber am Samstag war alles anders. Mit Startnummer 100 leuchtete nach dem ersten Durchgang Rang 2 (42,89 sec.) auf, 73/100 Rückstand auf Rang 1, aber nur 10/100 Vorsprung auf Rang 3 einen weiteren Schwaben mit Jens Schweizer (SZ Kornwestheim). Auf Rang 4 lauerte der Titelveteidiger Stoiber (TSV Trostberg). Der zweite Durchgang fand auf gleichem Kurs statt, Bernd Weiler warf alles in die Waagschale und rettete mit 3/100 Vorsprung und einer Gesamtzeit von 1:25,16 sec. Rang zwei vor Jens Schweizer. Gesamtschnellster aller Klassen war der ehemalige C-Kader Athlet Jens Haller (Alpin Club Ulm 2011) mit einer Gesamtzeit von 1:19,64 sec.

Angespornt von dieser Leistung wollte Weiler beim Riesentorlauf nachlegen, doch da war das 100stel Glück auf der Seite der anderen. Gerade mal 11/100 sec fehlten auf Platz drei. Am Ende war es Platz 5 unter 22 gewerteten Läufern, mit einer Zeit von 52,30 sec.. Zwar kein Podest, aber dennoch eine gute Leistung. Gesamtschnellster im Riesentorlauf war Paul Bader (SC Jungholz) in 47,00 sec.

Siegerehrung und Regenration füllten die Zeit bis zum Start des Slaloms am Sonntag aus. Die eigentliche Spezialdisziplin lies auf eine gute Leistung hoffen. Mit Startnummer 2 fand er gute Bedingungen vor. Die Form passte und nach dem ersten Durchgang stand Platz drei auf der inoffiziellen Ergebnisliste. Aber wie so viele andere wurde Bernd Weiler nachträglich disqualifiziert, das vorletzte Tor hatte er nicht korrekt gefahren. Die Enttäuschung war groß, dennoch überwiegte die Freude über die beiden tollen Platzierungen am Samstag. Insbesondere der 2. Platz beim Super-G überstrahlte alles. Gute Voraussetzungen, um bei der anstehenden WM in Meiringen-Halisberg sich mit den Besten der Welt zu messen. (BW)